3. September 2018

Baugeneralplanung für die „Taurus PM3“ der Progroup AG

Auftrag für Großprojekt aus der Papierindustrie

In Sandersdorf-Brehna bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt beginnt demnächst im Auftrag der Progroup AG der Bau einer besonders nachhaltigen und umweltfreundlichen Papierfabrik: der „Taurus PM3“. 750.000 Tonnen Wellpappen stellt eine Papiermaschine von Voith Paper dort ab 2020 jährlich her, zu 100 Prozent aus Altpapier.

Spatenstich zur Papierfabrik „Taurus PM3“ der Progroup AG in Bitterfeld: Peter Resvanis (Progroup AG), Thomas Holzer (Voith Paper), Maximilian Heindl (Progroup AG), Dr. Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt), Jürgen Heindl (Progroup AG),Prof. Dr. Armin Willingmann (Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt), Andy Grabner (Bürgermeister Sandersdorf-Brehna) (v.l.n.r.)

Spatenstich zur Papierfabrik „Taurus PM3“ der Progroup AG in Bitterfeld: Peter Resvanis (Progroup AG), Thomas Holzer (Voith Paper), Maximilian Heindl (Progroup AG), Dr. Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt), Jürgen Heindl (Progroup AG),Prof. Dr. Armin Willingmann (Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt), Andy Grabner (Bürgermeister Sandersdorf-Brehna) (v.l.n.r.) Foto: Progroup AG

Die erforderlichen Gebäude rund um die Papiermaschine von Voith Paper sowie die gesamten Außenanlagen plant und koordiniert das Team von Schuster engineering aus Neuburg an der Kammel. „Wir planen sozusagen die Hülle zur Maschine“ erklärt Erich Schuster, Mitgeschäftsführer von Schuster engineering – was man angesichts der mit einer riesigen Papiermaschine einhergehenden Kräfte, die auch auf das Gebäude wirken, als nicht zu kleine Gesamtaufgabe verstehen darf.

Die Planung der „Taurus PM3“, wie die hochmoderne Papierfabrik heißt, ist bereits in vollem Gange. Im August 2018 hat die Progroup AG den Spatenstich gefeiert. Zu Gast ist dabei auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff gewesen, der besonders die wirtschaftliche Bedeutung der nach seinen Worten „modernsten Papierfabrik der Welt“ betont, wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.

Das Zusammenspiel bei der Baugeneralplanung der PM3 fordert das gesamte Team

Beinahe das gesamte Team des 25-köpfigen Planungsbüros ist an dem Großprojekt beteiligt. Denn Schuster engineering übernimmt die Rolle des Baugeneralplaners und ist unter anderem auch für die Koordination der einzelnen Gewerke zuständig. Nicht nur die Vorgaben des Anlagenplaners gilt es dabei zu berücksichtigen. Nachdem die genauen Maße und Daten der Papiermaschine der Gebäudeausrüstung in die Planung der Gründung und der Halle eingeflossen sind, muss Schuster auch die Auftragsvergabe an verschiedene Baufirmen sowie die Abnahme durch die Behörden regeln. All diese Vorgänge muss der Baugeneralplaner regelmäßig mit dem Bauherrn abstimmen.

„Die Planung ist ein ständiger Kreislauf mit all den Beteiligten, bis zum Schluss“, beschreibt Erich Schuster das Zusammenspiel aller an der Planung und Realisierung Beteiligten. Dabei alle Zeitpläne zu halten ist die alles überstrahlende Aufgabe, denn bei der regelmäßigen Abstimmung kommt es immer wieder zu Änderungen von allen Seiten. Ändern sich beispielsweise die Vorgaben der Anlagentechnik, muss Schuster engineering reagieren und prüfen, ob gegebenenfalls die Hallenkonstruktion darauf angepasst werden muss, mit allen Auswirkungen für die beteiligten Gewerke. Diese Abläufe kompetent zu koordinieren, erfordert Know-How und flexible Reaktionsbereitschaft, die auf langjährige Erfahrung aufbaut.

Beides hat Schuster engineering in der Vergangenheit bereits in zahlreichen Projekten der Papierindustrie bewiesen. Für den Bau der „PM2“, der zweiten Papiermaschine der Progroup AG, hatte das Team von Schuster ebenfalls die Generalplanung übernommen und das Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen.

375 Millionen Euro investiert die Progroup AG in den Bau der "Taurus PM3"

375 Millionen Euro investiert die Progroup AG in den Bau der „Taurus PM3“

Die baudynamischen Anforderungen bei Papierfabriken sind hoch

375 Millionen Euro wird die Progroup AG in den Neubau investieren. Dafür entsteht eine Fabrik, die 140 neue Arbeitsplätze schafft und nach dem sogenannten „Green Hightech Verfahren“ arbeitet: Bei geringerem Energie- und Rohstoffeinsatz und weniger CO2-Ausstoß produziert die Anlage mit gesteigerter Leistung Papier von höchster Qualität.

Die hohen Anforderungen der Maschinentechnik spiegeln sich auch in der Bauplanung des Projekts wider. Besonders hinsichtlich der baudynamischen Berechnung sind die Anforderungen hoch. Erich Schuster sagt: „Die Toleranzen bei solch hochmodernen, schnell laufenden Anlagen sind so gering, dass der Maschinenstuhl und die Fundamente genau auf die Maschine abgestimmt werden müssen.“

Umso mehr freut sich der jüngst in die Geschäftsführung von Schuster engineering aufgerückte Juniorchef darüber, dass sein Unternehmen die Generalplanung dieses Projekts übertragen bekommen hat: „Wir als mittelständisches Unternehmen aus dem bayerischen Schwaben dürfen eine der modernsten Papiermaschinen der Welt baulich begleiten – das ist eine ganz besondere Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit. Diese Leistungsfähigkeit erwächst auch aus der kompakten Größe unseres Teams. Hier wirken erfahrene Fachkräfte, Architekten und Ingenieure täglich zusammen, ohne mit den Reibungsverlusten größerer Strukturen zu kämpfen zu haben.“